Bergwerke für Lehre, Weiterbildung und Erlebnis - Denkmale des Erzbergbaus
Himmelfahrt Fundgrube - das sächsisches Lehr- und Besucherbergwerk
Das Freiberger Erzrevier
Die vor 300 Millionen Jahren entstandene Lagerstätte ist Grundlage für die bergbauliche Entwicklung im Erzgebirge. Aus geologischer Sicht umfaßt das Freiberger Revier den nordöstlichsten Teil des Gebirges.Zeugen des Bergbaus Die über 1000 Erz- und Mineralgänge sind bergmännisch bis in 700m Tiefe aufgeschlossen. Durch den
unterschiedlichen Richtungsverlauf der Gänge entstand ein Gangnetz mit sich kreuzenden Gängen. Wichtige Erze der Lagerstätte sind: Bleiglanz, Zinkblende, Arsenkies, Schwefelkies und Silbererze.
Foto: D. Illing
 

Reiche Zeche
Alte Elisabeth
Abrahamschacht
Thurmhofschacht
Bergbaugeschichte
Ausgang der Entwicklung des Landes war die Entdeckung silberhaltiger Erze durch fränkische und thüringische Siedler um 1168. Die bäuerliche Siedlung "Christiansdorf" wird zur "Berghauptstadt" Freiberg. Aufgrund des Bergbauumfanges entsteht in Freiberg ein Zentrum für Bergbaukunde, Geowissenschaften und Hüttentechnik. Die 1765 gegründete Bergakademie führt für ihre Studenten eine praktische Arbeit in den Bergwerken ein. Aus Rentabilitätsgründen muß 1913 der Bergbau eingestellt werden.
Zeichnung
Das Lehr- und BesucherbergwerkLehr- und Besucherbergwerk
Die Bergakademie übernimmt 1919 das Grubenfeld der für seinen Silberreichtum berühmten Himmelfahrt Fundgrube mit den seit dem 14. und 16. Jh. bekannten Gruben Reiche Zeche und Alte Elisabeth als Lehrbergwerk. Hier erfolgt heute die fachspezifische Ausbildung für Studenten. Neben dieser vorrangigen Aufgabe ist das Bergwerk allen zugänglich, die sich für die Lagerstätte und die Montangeschichte interessieren. Für diesen Besucherkreis wurde 1992 der Förderverein "Himmelfahrt Fundgrube" Freiberg Sachsen e. V. geschaffen, dessen Aufgabe unter anderem auch die touristische Erschließung der Bergbaudenkmale ist.
Foto: Dr. Bayer

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