Am 18.08.01 fand in Freiberg auf dem Obermarkt anlässlich des 140 jährigen Bestehens der Freiberger Wehr der 1. Kreisfeuerwehrtag statt. Insgesamt 800 Feuerwehrleute aus 68 Wehren des Kreises kamen und maßen ihre Kräfte auf dem Messeplatz. Es mussten Schläuche ausgerollt und dann auf 2 Scheiben mit dem Wasserstrahl gezielt werden. Dass das gar nicht so einfach war, zeigten die unterschiedlichen Leistungen der Wehren. Natürlich gehörte auch ein bisschen Glück dazu, dass im entscheidenden Moment alles richtig klappte.

Den ganzen Tag konnte man auf dem Obermarkt verschiedenste Feuerwehrautos mit ihrer Ausrüstung bestaunen, Fragen an die Feuerwehrleute stellen und verschiedene Gerätschaften sogar ausprobieren. 

Beim Aufmarsch der Wehren am Nachmittag wurden die Sieger des Wettbewerbs vom Vormittag geehrt und der Freiwilligen Feuerwehr Freiberg eine wunderschöne Fahne überreicht.

Ab 14.30 Uhr fanden dann Vorführungen der Wehren statt. Es wurde eine Chemikalienberäumung mit anschließender Entseuchung der Räumkräfte simuliert. Zum Gaudi der Leute wurde auch eine der anwesenden Damen aus dem Publikum geduscht.

Am ausgefahrenen Korb einer Feuerwehr wurden Möglichkeiten des Abseilens demonstriert.

Ein Chemikalienbrand wurde gelöscht und danach die Schaum auf der Straße entfernt.

Sehr viel Interesse fand auch die Vorstellung der Rettungskette nach einem Verkehrsunfall. Nach dem toll inszenierten Unfall  wurde zunächst das Auto gesichert, dann Erstversorgung des Verletzten, danach Entfernen des Autodaches und Freilegen der Beines des Verletzten. Dabei kam richtig schwere Technik zum Einsatz.

Zum Schluss fand ein Gaudi der besonderen Art statt. Historische Feuerwehren veranstalteten ein wahres Löschspektakel auf dem Obermarkt. "Hilfe, Hilfe es brennt!" eine Ausruf, ein Trompetenstoß und dann kamen sie angerollt. Mit dem Pferdewagen, dem Fahrrad und mit allerlei Löschgerät, bloß gelöscht wurde nicht. Das Haus hatte alle Zeit der Welt, um seelenruhig abzubrennen. Nur die Zuschauer und die Feuerwehrleute wurden reichlich nass. Zum Schluss durften dann sogar auch die Kinder die Pumpen bedienen und mit dem Schlauch löschen und die Feuerwehrleute löschten ihren Durst.

Das war es dann, was vom ganzen Löschmanöver übrig blieb, ein Haufen verbranntes Holz und Asche.

Im Rathaus konnte man in eine Ausstellung zur Geschichte der Feuerwehr besichtigen und neben dem Rathaus hatte man die Möglichkeit "abzutauchen".

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